Beim Spannungskopfschmerz handelt es sich um eine häufige Kopfschmerzerkrankung, die verbunden ist mit vegetativen Begleiterscheinungen.
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Spannungskopfschmerz

Beim Spannungskopfschmerz handelt es sich um eine häufige Kopfschmerzerkrankung, die verbunden ist mit vegetativen Begleiterscheinungen. 

Der Spannungskopfschmerz muss vom symptomatischen Kopfschmerz streng abgegrenzt werden, bei der letzteren Form handelt es sich um einen Kopfschmerz aus innerer Ursache, die abgeklärt werden muss. Bei dem Spannungskopfschmerz handelt es sich um einen drückend ziehenden, nicht pulsierenden Schmerz. Er kann beidseitig lokalisiert sein. Typischerweise wird er beschrieben wie ein „Ring um den Kopf“, verbunden mit Spannungs­gefühl. Er wird nicht durch Treppensteigen oder vergleichbare körperliche Aktivität verstärkt. Lärm oder Licht wird als unangenehm empfunden, allerdings nicht so heftig wie bei der Migräne. Bei chronischem Spannungskopfschmerz finden sich häufig psychische Belastungsfaktoren, häufig auch ein Medikamentenabusus. Der Spannungskopfschmerz kann gelegentlich Übelkeit hervorrufen, jedoch kein Erbrechen (Abgrenzung zur Migräne!). 

Nicht selten kann der Spannungskopfschmerz Schmerzausdruck einer „Occipitalneuralgie“ sein. Hierbei handelt es sich um einen vom Hinterkopf ausgehenden haubenförmigen Schmerz, der bis in die Augenregion und ins Ohr reichen kann. 

Klinisch besteht bei dieser Form des Spannungskopfschmerz es eine erhebliche Druckschmerzhaftigkeit der Austrittsstellen des Nervus occipitalis minor, den man ganz gut beidseits neben dem Ansatz der kurzen Halsmuskeln ertasten kann. Hier kann man neural­therapeutisch oder als Leitungsanästhesie ein Lokalanästhetikum an den Austrittspunkt dieses Nervens setzen, was meistens zu einer prompten Besserung der haubenförmigen Kopfschmerzsymptomatik führt.

Es ist allerdings wichtig, parallel zu diesen Maßnahmen die Patienten mit einem Spannungskopfschmerz einer kompetenten Physiotherapie zuzuführen. Es ist bekannt, dass gerade das System „Kopf und Halsansatz“ durchzogen ist von Bändern, Muskeln, Sehnen und sensiblen Nervenendigungen, und dass dieses System sehr schnell „dekompensiert“.

Wenn man nun mit dieser Maßnahme (Neuraltherapie) den Occipitalnerv beruhigt und gleichzeitig eine Serie von Maßnahmen wie PNF, manueller Therapie oder craniosakraler Therapie laufen lässt, hat man häufig gute Erfolge mit durchaus zufriedenen Patienten.

Ihr Prof. Dr. F. L. Welter
Arzt für Neurologie u. Psychiatrie, Arzt für Physikalische Medizin

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Chefarztsekretariat

Frau Schulz

Telefon 05626 87-919
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